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Rohrdorf

Bereits vor der Klostergründung 1096 in Isny war die Pfarrei Rohrdorf wohl der pfarrliche Mittelpunkt für einen relativ weiten Umkreis. Isny wurde bis dahin seelsorgerlich von Rohrdorf aus betreut. Seit der Gründung des Klosters Isny gab es eine gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit, was gegen Ende 12. Jh. im Kloster Isny zum Beschluss führte, einen Frauenkonvent in Rohrdorf anzusiedeln. Die Übersiedlung der Benediktinerinnen erfolgte wohl Ende des 12. Jahrhunderts.

1277 wird die Pfarrei Rohrdorf in die Benediktinerabtei Isny inkorporiert. Später wurde diese Inkorporation mehrmals bestätigt.

In den Reformationswirren des 16. Jahrhunderts wurde das Benediktinerinnenkloster in Rohrdorf aufgelöst. Die Pfarrei Rohrdorf blieb weiterhin Teil der Isnyer Benediktinerabtei, wobei sie eine Sonderstellung inne hatte. Der jeweilige Pfarrherr genoss eine weitgehende Unabhängigkeit vom Kloster. Im 18. Jahrhundert kam es zwischen der Diözese Konstanz und der Reichsabtei Isny zum Streit, wer das Visitationsrecht in Rohrdorf ausüben darf. Mehrere Rechtsgelehrte erstellten Gutachten, die mal mehr für die eine oder für die andere Seite positiv waren. Der Streit wurde bis zur Säkularisierung 1802 nie völlig geklärt.

Heute hat die Kirchengemeinde Rohrdorf ungefähr 650 Mitglieder.

Rohrdorf | St. Remigius